Silberplatten - SW-Couloir - Silberplatten - Toggenburg - Appenzell - Switzerland
Information
Length6868m
Min / max altitude1299m / 2158m
Duration1 day
Main facingSW
Route typeloop
GearPlutôt deux piolets qu'un
Source

Zustieg

Vom Parkplatz der Passhöhe nahe der Schwägalp kommend wendet man sich auf einer kleinen geteerten Straße Richtung Süden. Die Straße führt zuerst in Richtung der großen Felswände, um diesen bald darauf aber nach rechts auszuweichen. Vom Chegelboden aus verlässt man die Straße auf einem Gehweg, der weiter an den rechten Rand der Felswände führt. Von hier aus beginnt der Anstieg über eine breite, ca. 35° steile Rampe. Dieser Rampe folgend passiert man auf ca. 1760m den Eingang ins West-Coulior, bis man auf einer Höhe von ca. 1800m auf den Beginn des SW-Couloirs trifft. Dieser ist von einer gegenüberliegenden steinernen Säule markiert (siehe Photo).

Erster Teil

Das Couloir wird nach oben hin zunehmend enger und steiler, bis es sich aufteilt in eine nochmals steilere Kaminverschneidung rechterhand und einen kleinen Sattel zur Linken. Man wählt hier die linke Variante und findet sich unter einem mit Gras bewachsenen Steilhang wieder.

Das Gras, wenn frei von Schnee, gewährt Pickel und Steigeisen recht guten Halt, so sollte diese exponierte Passage auch keine allzu großen Probleme bereiten. Nach dieser Passage wendet man sich wieder nach rechts zurück ins Couloir, das seinerseits noch einen Rechtsschwenk vollzieht. Dieser und der folgende Abschnitt können bei ungünstigen Verhältnissen Lawinengefährdet sein. Am Ende des Couloirs wartet eine Kante, die die Sicht auf den zweiten Teil freigibt. Um den Anfang des zweiten Couloirs zu erreichen, muss zuerst der lawinengefährdete Hang (ca. 40°) absteigend 30m traversiert werden.

Zweiter Teil

Hier folgt man immer dem Couloir. Hier ist es schwer sich zu verirren, die Felswände bieten keinen Ausweg. Ein, Zwei Kraxelstellen folgen, wo sich nur marginale Tritt- und Griffmöglichkeiten finden. Die Stellen sind jedoch nicht ausgesetzt und so hält sich das Risiko in Grenzen. Das Ende des Couloirs ist nicht zu verfehlen, es gibt noch eine weitere Kraxelstelle. Danach folgt felsiges Gelände, über das, auf fast beliebigem Weg, der Gipfel erreicht wird.

Abstieg

Man folgt der Nordflanke Richtung Grüehorn im Nord-Osten, bis man eine Einsattelung erreicht. Hier wendet man sich nach WSW, nicht(!) nach NW (siehe Bemerkungen!). Nachdem man einen weiteren Nordhang traversiert hat, erreicht man einen kleinen Rücken, der nun das West-Couloir freigibt. Durch dieses unschwer bis zum anfänglichen Zustiegshang.

Alternative Abstiege

Via Seilbahn am Säntisgipfel oder über Tierwis in Richtung Süden nach Unterwasser.

GPS-Track

Der Track zeigt den Versuch über das NW-Couloir abzusteigen. Dort landet man jedoch in einer Sackgasse. Das Couloir endet in einer Steilwand, der Abstieg hierüber mit Sicherheit unkomfortabel, wenn nicht unmöglich. Daher besser Abstieg nach WSW wählen. Desweiteren ist der Track an sich sehr ungenau und sollte nur eine ungefähre Vorstellung vom Routenverlauf geben.

Creative Commons logo

The text and images in this page are available
under a Creative Commons CC-by-sa licence.