Details
Aufstieg: La Tête du Rouget ist nicht sehr bekannt, aber wenn man diesen Gipfel einmal entdeckt, wird man immer wieder kommen… Pierre Chapoutot, der diese Route mit J. Chevalier und M. Richard am 12. August 1976 eröffnet hat, ist einer dieser begeisterten Bergsteiger - zahlreiche schöne Routen hat er eröffnet… Ein anderer Anhänger dieses Sports ist Jean Gleizes, der neben anderen Touren an dieser Südseite zusammen mit N. Campredon und P. Clément zum ersten Mal den “Pilier de la Sérénité”, den “Pfeiler der Heiterkeit” bestiegen hat.
Diese Besteigung erfolgt über einen schönen Pfeiler in einem abgelegenen Gebiet. Der Zustieg ist immer lang. Dies zusammen mit dem bereits typischen Flair eines ungesicherten Geländes garantiert den Einsamkeit Suchenden Ruhe.
Zustieg: Von der Hütte die Geröll-und Firnhänge in Richtung der Tête du Rouget, um zur Lotrechten von zwei Gendarmen am Fuße des SW-Grats zu gelangen (die bis zur Mitte des Sommers vorhandenen steilen Firnfelder können den Einsatz von geeignetem Material erfordern). Zur linken Scharte über steile Felsen, die Konzentration verlangen. Einige Meter hinab zum ersten der drei Abseilstellen an der Südwand (Achtung: Das Abseilen erfolgt hier über einen 10 mm-Bohrhaken mit schnellschraubbarem Kettenglied). Weiter mit Abklettern auf zwei langen Seillängen nach links, bis man ostwärts in aufsteigender Diagonale über einige hundert Meter traversieren kann (II/III). Man erreicht dann den Fuß des großen Turms - ab hier beginnen die schwierigen Passagen (2,5 Std.).
Eine Variante besteht darin, den Zustieg bis zu dem Kamm, der die Verlängerung des SW-Grats ist (3125 m), fortzusetzen; dann SO-seitig über eine Rinne zum Amphitheater unter der S-Wand absteigen. Das Amphitheater bis zum Fuß der großen, von einer grauen Spur durchzogenen Platten (2950m) hinauf - die Spur kennzeichnet die Aufstiegsaxe (2,5 Std.). In fünf Seillängen (IV / V) gelangt man zum Fuß des Turms.
Man kann diesen Punkt auch in 3 bis 4 Std. direkt von der Route erreichen, die Les Étages mit La Bérarde verbindet (siehe F. Labande, Guide du Haut Dauphiné, massif des Écrins, Band 1).
Beschreibung der Route: Um von links eine große überhängende Verschneidung zu umgehen, über 10m Rillen hinauf, dann nach links zu Rissverschneidungen (5b/5c) queren. Man kommt zu einer kleinen Scharte. Den Pfeiler über drei Seillängen hinauf, zunächst leicht aufsteigend nach rechts, dann bei der Senkrechte über mit einigen Haken ausgerüstete Platten (IV/V). Weiter horizontal bis zu einer Terrasse am Fuß eine 50m-Aufschwungs, wo man auf die Giraud-Route trifft.
Nach rechts weg, dann direkt über 30 m eine Verschneidung in Angriff nehmen, die man schnell nach rechts (5b/5c) verlässt. Weiter über eine Verschneidung, dann nach rechts unterhalb des Grats auf eine Terrasse am Fuß eines Gendarm (IV). Eine Verschneidung rechts hinauf (IV+) und über unsichere Lamellen den Grat zum Fuß eines weiteren Gendarmen queren: diesen hinauf. Zur einer Scharte, dann an der rechten Seite des nächsten, aus zwei Aufschwüngen bestehenden Gendarm (IV) hinauf. Ein luftiger Grat führt zum Gipfel, den man verlässt, um zu einer neuen Scharte zu gelangen. Von dort ein einfaches Gelände zum O-Grat und zum Gipfel hinauf (6 bis 7 Std. je nach Zustiegspunkt).
Literaturhinweise: “Guide du Haut Dauphiné, massif des Écrins” Band 1 von F. Labande, Verlag: Editions de l’Envol. “Le massif des Écrins, les 100 plus belles courses et randonnées”, von G. Rébuffat, Verlag: Editions Denoël. “Écrins,ascensions choisies” , von F. Chevaillot, J.R. Minelli, Verlag: Editions Glénat , S. 124 (für den Zustieg von La Bérarde).
Abstieg: Vom Gipfel über den luftigen und einfachen Grat zu einer kleinen Scharte, von der man auf die NW-Seite blickt. Von dort zweimal abseilen (25 und 50m) und zur Brèche du Rouget (Scharte) abklettern. Über den Ausläufer nach links in Richtung der Rinne absteigen (Spuren, Steinmänner). Nach einer kurzen, steileren Stelle kommt man zu einer 22m-Abseilstelle. Wieder über die Gratschneide des Ausläufers bis zum Geröll- oder Firnfeld (man kann das Abseilen umgehen, indem man von der Terrasse nach rechts aufsteigt und dann problemlos abklettert). Dann über den Aufstiegsweg zur Hütte (1,5 / 2 Std.). Man kann auch bei Beginn der Zustiegs-Abseilstände auf der Südseite zur Scharte gelangen, indem man über die “Voie des Plaques” (Plattenroute) (Abseilen, Abklettern) absteigt - dabei kann man auch Ausrüstung einsammeln.

The text and images in this page are available
under a Creative Commons CC-by-sa licence.

Download the Whympr App to view this route in 3D.
- Route search (100 000)
- Community returns
- Weather forecast
- Avalanche bulletin
- Race book
- Creation of tracks
- Topographic map (including IGN)



